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Die Chroniken der Lichtkrieger: Band 7 - Die Vernichtung des Bösen

Die Chroniken der Lichtkrieger: Band 7 - Die Vernichtung des Bösen

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500 Jahre vor Christus wurden 14 Menschen dazu auserwählt gegen das Böse zu kämpfen. Dazu haben sie besondere Fähigkeiten erhalten, die für jeden von ihnen einzigartig sind. Jeweils 7 Männer und Frauen, die zudem noch als Paare Seelenpartner sind, können ihre Kräfte vereinen, die eine außergewöhnliche Kraft entfacht zu dem kein einzelner alleine fähig ist. Sie müssen daher gegenseitig aufeinander achtgeben, damit niemand im Kampf stirbt. Jeweils 7 Krieger sind vom Mond abhängig und die anderen 7 von der Sonne. Ihre Kräfte funktionieren deswegen entweder nur am Tage oder in der Nacht. Sie können im Kampf getötet werden, jedoch sterben sie nicht am Alter oder einer Krankheit. Doch eine große Bedrohung schleicht sich durch ihre Reihen. Es gibt eine Weissagung, dass sie alle sterben werden. Einer von ihnen versucht dieses Schicksal zu vereiteln. Jedoch funktioniert es nicht so wie gedacht und die Lichtkrieger verlieren ihre Erinnerungen und zunächst auch ihre Fähigkeiten. Sie leben auf einmal in einer anderen Welt. Die Zukunft 2500 Jahre später. Doch sie sind nicht mehr fast unsterbliche Menschen, sondern teilweise zu anderen Wesen geworden, die nur in der Dunkelheit leben können. Sie bekämpfen sich gegenseitig, bis das Schicksal erneut zuschlägt.

📖 Leseprobe
Prolog Seth starrte wie gebannt auf das Wesen vor ihm, was sich zu seinem Glück nach wie vor im Pentagramm befand. So wie es aussah und vor allem roch, musste es ein Dämon sein. Dies war aber nicht so von Seth beabsichtigt gewesen. Er wollte halt einfach nur jemanden herbeirufen, der die Macht besaß, den Bann von Naletias Sarkophag zu brechen. Und auf einmal stand dieses unheimlich böse Wesen vor ihm. Das war gar nicht gut, das ahnte Seth. Langsam umkreiste er das Pentagramm und er wusste, dass er es herbeigerufen hatte, also konnte er ihm als sein Meister auch Fragen stellen. Er hatte zwar Angst, doch er nahm alle Kraft zusammen und sprach mit erhobener und kraftvoller Stimme: „Ich bin dein Meister. Ich habe dich in diese Welt geholt. Und du wirst mir folgen und das machen, was ich dir sage.“ Daraufhin ging er weiter um ihn herum und fragte: „Wie ist dein Name?“ Der Dämon knurrte ihn an, aber Seth wusste, dass er ihm seine Fragen beantworten musste, solange er dort gefangen war. Den Namen würde er wissen müssen, denn nur so konnte man ihn wieder zurück in die Hölle schicken. „Callanfer!“ antwortete das Wesen zornig und seine Augen glühten dabei rot. Seth fragte: „Kannst du am Tage draußen sein?“ Der Dämon knurrte abermals und zischte: „Nein, so ein starker Dämon bin ich nicht. Aber in der Nacht sind meine Kräfte verdammt groß.“ Seth sagte laut: „Das trifft sich gut, denn ich kann auch nur in der Nacht draußen sein.“ „Ja, du bist ein Vampir. Ich weiß es.“ spottete der Dämon und lachte dabei mit einem ekeligen teuflischen Ton. „Niemand hat dich nach deiner Meinung gefragt. Solange ich dich nicht aus dem Pentagramm befreit habe, solltest du dich lieber mit deinem Meister anfreunden. Ich werde dich sonst direkt wieder zurück in die Hölle befördern.“ schimpfte Seth und versuchte in dem Moment sehr energisch zu sein, obwohl er mächtig viel Angst hatte. Einen Dämon wieder loszuwerden, war nicht ganz einfach. Um nicht zu sagen, dass es für Seth unmöglich war. Es gab nur eine Person, die es konnte. Und das war Portia. Seth sagte zu dem Wesen: „Du bleibst wo du bist. Ich werde nur eine Minute brauchen.“ Anschließend ging er aus dem Wohnzimmer in sein Schlafzimmer und er wurde von dem hellen Licht geblendet. Verdammt, dachte er, wie lange hat er für die Beschwörung gebraucht? Er zog schnell die Vorhänge zu, rieb sich die schmerzende Haut und nahm sein Handy in die Hand. Hastig rief er Portia an, die sehr verschlafen klang, als sie abnahm: „Seth, was gibt es? Wieso schläfst du nicht?“ „Ich habe einen Dämon im Wohnzimmer stehen. Und ich denke, ich brauche deine Hilfe. Ich weiß, du kannst es nur nachts, aber ich werde ihn hier festhalten, bis es wieder dunkel geworden ist. Er steht im Pentagramm drinnen.“ erklärte er unruhig. Portia schrie fast, als sie auf einmal hellwach fragte: „Hast du ihn etwa alleine gelassen?“ Seth antwortete knapp: „Ja, seit ich mit dir telefoniere.“ Sie sagte laut und hektisch: „Lauf so schnell du kannst. Lass ihn niemals aus den Augen. Er wird sich befreit haben. Geh, auch wenn die Sonne dich fast verbrennt, aber laufe weg.“ Scheiße, dachte er. Aus dem Fenster im Schlafzimmer konnte er schlecht springen, denn daneben stand direkt ein Pool des Nachbarn. Diese Idioten haben den so dicht an seinem Haus aufgebaut, damit sie noch auf der Wiese genug Platz hatten, um Badminton spielen zu können. Tagsüber konnte er sie laut und deutlich hören, wenn er versuchte zu schlafen. Wirklich nervig. Und Wasser reflektierte bekanntlich noch mehr die Sonnenstrahlen, was ihm nicht guttun wird. Das lag an der verdammten Lichtbrechung. Sobald er das Fenster geöffnet hätte, und versuchen würde hinauszusteigen, wäre er vermutlich zunächst geblendet, dass er kopfüber in dem Wasser landen könnte. Klatschnass käme er auch nicht weit, bis zu einem schattigen Plätzchen. Er musste also leider zurück durch das Wohnzimmer, um dann die Türe zu nutzen. Vielleicht hatte er Glück und der Dämon hatte sich noch nicht befreit oder aber er müsste so schnell sein, dass der Dämon ihm nicht folgen konnte. Hastig öffnete Seth die Schlafzimmertüre und blickte direkt in rote, glühende Augen. Er war verloren! Kapitel 1 „Scheiße Portia, was war denn los?“ fragte Toni, der durch ihre Schreie aus seinem wohlverdienten tiefen Schlaf geschreckt wurde. Sie sah kreidebleich aus und antwortete stockend: „Seth! Er hat einen Dämon bei sich im Haus. Er ist in Gefahr!“ Toni umarmte seine Frau tröstend und wollte wissen: „Was können wir tun?“ „Bis es Nacht ist, gar nichts. Ich kann nur in der Dunkelheit Geister und Dämonen beschwören. Aber verdammt Toni, ich habe früher immer nur Geister hervorgerufen, trotzdem hielt ich mich aus gutem Grund von Dämonen fern. Nie habe ich einen beschworen oder vernichtet. Trotz der Fähigkeit dazu. Doch das war mir immer etwas zu heikel. Ich weiß nicht einmal, ob ich mich mit solch einem Wesen anlegen könnte, selbst wenn ich es wollte.“ antwortete sie und weinte dabei. Sanft streichelte er ihr über den Kopf und sagte: „Wir werden es gemeinsam schaffen. Ich lasse dich nicht alleine. Außerdem bist du eine Killerin. Du wirst dem Dämon ganz schön in den Arsch treten können. Und ich helfe dir dabei. Gibt es etwas, was ich wissen muss, bevor wir in den Kampf ziehen?“ Portia schüttelte mit dem Kopf und antwortete leise: „Nur, dass ich dich liebe. Sollte ich es dir danach nicht mehr sagen können. Alles andere muss ich mir jetzt noch an Wissen aneignen. Ich will nicht unvorbereitet dem Dämon gegenübertreten müssen.“ „Bücherei oder Internet?“ hakte Toni nach und sprang schon aus dem Bett, um sich eine Hose anzuziehen. „Internet geht schneller. Falls ich da nichts finden sollte, dann müssen wir in die Kirche.“ sagte sie und stieg auch aus dem Bett, um in ihre Lederklamotten zu schlüpfen. „Meinst du, du kannst in den engen Sachen gut kämpfen?“ wollte er wissen, doch sie sprang nicht auf seine kleine Neckerei an, mit der er sie etwas beruhigen wollte. Toni schaltete seinen Computer ein und zog sich währenddessen ein T-Shirt über. Kurz darauf setzte sich Portia an den PC und Toni schaute ihr vom Bett aus zu, wie sie recherchierte. Er war schon lange nicht mehr so nervös gewesen. Eigentlich noch nie wirklich. Als er seine Geliebte, die damals noch Princevenetia hieß, das erste Mal gesehen hatte, während sie sich kennenlernten, da war er zwar aufgeregt, aber es war eher ein schönes Gefühl. Und bei den Schlachten danach steckte er voller Adrenalin, trotzdem hatte er meistens alles im Griff gehabt. Er vertraute eben immer auf sein Glück und dachte weniger über die Konsequenzen nach. Daher lebte er wahrscheinlich unbeschwerter, als die Menschen, die sich zu viele Gedanken machten. Doch nun saß er auf dem Bett, legte den Kopf in seine Hände und wippte unruhig mit den Beinen. Dies war ein Feind, den er nicht mit einem Schwert bekämpfen konnte. Er hatte Angst um Portia und sogar auch um Seth. Er konnte nicht einfach da so herumsitzen und somit ging er aus dem Zimmer, um nach seinen Freunden zu sehen. Schätzungsweise schliefen sie noch. Aber es war eine außergewöhnliche Situation und daher musste er sie vielleicht wecken. Doch als er an die Türe von Daniel klopfen wollte, da dachte er, dass zunächst Portia einen Plan entwickeln sollte oder zumindest wusste, wie man den Dämon bekämpfen konnte. Und solange könnten die anderen Krieger ihre Kräfte schonen und sich ausruhen. Bloß Toni musste sich irgendwie beruhigen, und so ging er an den Kühlschrank und fand darin zu seiner Freude einen Pudding. Zucker war etwas, was seine Nerven beruhigen konnte. Kaffee hatte er zwar nötiger, aber dies würde ihn nur noch mehr zur Nervosität bringen. Nachdem Toni seinen Pudding gegessen, danach zudem einen Kakao getrunken und schließlich ein Eis am Stiel verschlungen hatte, fühlte er sich immer noch nicht ruhiger, aber zumindest etwas gesättigt und erfrischt. Ein Blick auf die Uhr reichte aus, um zu merken, dass es erst Mittag war. Eigentlich war er froh, dass es mindestens acht Stunden dauerte, bis sie versuchen würden, dem Dämon in den Arsch zu treten. Doch am liebsten hätte er es direkt hinter sich bringen wollen. Er ging zurück in sein Zimmer und fragte Portia: „Sag mal, was ist, wenn wir unverzüglich zu Seth gehen, solange es noch hell ist? Also ich meine jetzt nicht die Mittagssonne, aber auf jeden Fall vor Sonnenuntergang. Was denkst du? Glaubst du, wir hätten eine Chance?“ Sie starrte weiterhin auf den Bildschirm und antwortete: „Wir können uns nicht stundenlang mit ihm beschäftigen, solange ich nicht meine Fähigkeiten habe. Leider geht das für mich erst im Dunklen. Wenn dir nach Sterben zumute ist, dann kannst du auch jetzt hingehen und zusehen, ob du mit deinen Handschellen was ausrichten kannst.“ Toni musste ein wenig hysterisch lachen und meinte: „Ich will ihn nicht ficken, sondern nur in die Hölle zurückschicken. Ich werde doch nicht meine guten Handschellen dafür opfern.“ Hinterher wurde er wieder ruhiger, legte seine Hände auf ihre Schultern und sagte leise: „Ach Portia, ich bin halt ziemlich durch den Wind. Ich habe Angst um dich, um uns und sogar um Seth. Und ich kann hier nicht so tatenlos herumsitzen und nichts machen. Gib mir bitte eine Aufgabe!“ Sie drückte ihm ihr Handy in die Hand und bat: „Du kannst versuchen Seth anzurufen. Frag, ob es ihm gutgeht und wo er jetzt ist. Ich hoffe, er hat auf mich gehört und hat die Flucht ergriffen.“ Toni nickte, entsperrte das Handy mit einem Wischen, fand in der Anrufliste die Nummer von Seth und drückte auf den grünen Hörer. Es tutete und sonst passierte nichts. „Seth geht nicht dran. Vielleicht hat er das Handy nicht mitgenommen, weil er es so eilig hatte.“ sagte Toni und legte es wieder neben sie auf den Tisch. Auf einmal sah sie ihn an und meinte: „Er hatte mit mir gesprochen. Das Handy war in seiner Hand. Wenn er es nicht vor Schreck fallengelassen hat, hätte er mit dem Ding weglaufen können. Scheiße Toni, ich glaube, wir haben Seth verloren.“ Sein Herz sank in diesem Moment in die Hose. All die Jahre, in denen er als Werwolf Jagd auf Vampire machte und Seth sein Feind war, ist die Erinnerung an die Zeiten, wo er sein Schwager war, irgendwie realer und besser gewesen. Und er mochte Seth wirklich sehr gerne, so dass er auf einmal traurig wurde. Portia kamen auch Tränen in die Augen, aber sie wischte sich diese weg und schaute erneut auf den Bildschirm, als sie sagte: „Dann sollten wir vor der Dunkelheit bei Seth sein. Der Dämon kann hoffentlich nur in der Nacht aus dem Haus. Das heißt, wir müssen ihn dort festhalten, damit er nicht durch die Welt wandeln kann. Das heißt, ich muss jetzt weiterarbeiten und dann brauchen wir einen Plan, wenn ich mehr über diese Wesen weiß.“ Toni ging in den Keller. Dort war nicht nur der abgesperrte Bereich, der die Werwölfe vor dem Mondlicht schützen konnte, sondern auch eine Kammer mit diversen Waffen. Allerdings waren es nur Mittel gegen Vampire und nicht gegen Dämonen. Mit Holzspießen und Wurfsternen würden sie nicht weit kommen. Aber für die Vampire, um sie zumindest zu schwächen oder sie kampfunfähig zu machen, hatten sie auch Pistolen gehabt. Messer gehörten genauso dazu. Toni prüfte eine der Schusswaffen, die nicht geladen war, und suchte im Schrank nach der Munition. Vielleicht würden diese Kugeln einen Dämon schwächen können oder auf jeden Fall etwas ablenken, damit Portia Ruhe hatte. Es war zwar kein guter Plan, bloß hatte er nichts anderes. Wenn sie beide wenigstens noch etwas Schlaf nachholen könnten, aber daran war nicht zu denken. Gerne hätte er Steve aus dem Schlafzimmer gezogen, um ihm von allem zu berichten. Aber zumindest die anderen Krieger sollten sich ausruhen können, bevor die Sache richtig übel wurde. Toni würde sie auf jeden Fall früh genug informieren können, sofern sie gebraucht wurden. Vorausgesetzt, er würde selbst noch lang genug leben, um dies zu machen. Portia hatte nun auf diversen Internetseiten versucht, ein bisschen über Dämonen zu erlernen. Doch leider gab es viel zu viele Seiten, die mit Filmen, Serien und Computerspielen verdorben waren. Irgendetwas über wahre Dämonen herauszufinden stellte sich als schwieriger dar, als sie gedacht hatte. Aber eines hatten sogar die Filmemacher gut recherchiert. Etwas, was selbst schon in früheren Zeiten benutzt worden war. Und das war Salz. Es half gegen Dämonen, vor allem, wenn sie es auf die Haut bekamen oder aber um sie ein Kreis aus Salz gezogen wurde. Diese Wesen in einem Bannkreis einzusperren war etwas schwieriger, denn der Kreis durfte nicht geschlossen sein, solange der Dämon nicht drinnen war. Sie überlegte angestrengt, wie sie damals immer ihre Geister herbeigerufen hatte. Dies ging einfach nur mit Konzentration und ihrer Perle, die sie von Toni bekommen hatte. Sie dachte mit sehr viel Liebe an diesen Tag zurück und bekam Angst. Es konnte doch nicht sein, dass sie sich gerade erst wiedergefunden hatten und nun solch einem Feind gegenüberstehen würden. Einem, den sie nur mit Glück besiegen konnten. Sie schmunzelte, denn Toni hatte meistens Glück. Aber sollten sie sich darauf verlassen, bei solch einem mächtigen Gegner? Nachdem Portia den Computer ausgeschaltet hatte, drehte sie sich zum Bett um und sah Toni nicht dort sitzen. Sie hatte gar nicht mitbekommen, dass er gegangen war. Hastig nahm sie ihr Handy in die Hand und versuchte noch einmal bei Seth anzurufen. Aber er nahm immer noch nicht ab. Ihr Herz schlug ihr bis zum Hals und sie versuchte sich auf das Haus von Seth zu konzentrieren, um wenigstens etwas aus der Situation zu machen. In ihrer Erinnerung ging sie die Zimmer ab. Wo der Eingang lag, der direkt ins Wohnzimmer mit dem Essbereich führte. Das Schlafzimmer lag auf der linken Seite dahinter. Die Küche rechts davon. Eine Treppe führte in die obere Etage, die Seth selbst kaum nutzte. Es standen dort zwar ein paar Möbel herum, aber das war nur, damit es da nicht leer aussah, denn das konnte er gar nicht leiden. Dann überlegte sie, wo er gewesen sein könnte, als er sie angerufen hatte und welche Möglichkeiten er zur Flucht gehabt hatte. Zwar war sie sehr oft bei ihm gewesen, jedoch hielt sie sich meistens im Bad, Wohnzimmer und der Küche auf. In seinem Schlafzimmer nur die letzten Tage. Und sie hatte von dort niemals aus dem Fenster geschaut. Sie wusste also nicht, ob er genug Fluchtwege gehabt hatte. Tränen stiegen ihr in die Augen, als sie wusste, dass er vielleicht längst tot war. Doch dann wischte sie sich diese fort und ging aus dem Zimmer, denn Weinen half nicht weiter. Als Portia Toni im Wohnzimmer sitzen sah, mit dem Kopf in seinen Händen vergraben und einer Pistole auf dem Tisch vor sich liegend, da fragte sie: „Wissen es schon unsere Freunde?“ Er sah sie mit einem ängstlichen Blick an und antwortete: „Ich wollte sie noch schlafen lassen, denn vielleicht werden wir die volle Stärke und Konzentration von ihnen brauchen können.“ Langsam ging sie zu ihm, stellte sich neben ihn, zog seinen Kopf zu ihrem Oberkörper heran und sagte leise: „Ich muss zuerst alleine dorthin. Zu viele Krieger könnten ihn noch gefährlicher machen.“ „Aber ich komme mit dir. Ich lasse dich nicht alleine.“ meinte er und legte seine Arme um ihre Hüfte. „Natürlich wirst du das. Ich kann dich ja leider nicht hierlassen, damit du wenigstens in Sicherheit bist.“ bemerkte sie und schob seinen Kopf von ihrem Körper weg, damit sie ihm einen Kuss geben konnte. Als er sie mit seinen grünen Augen ansah, lächelte er und fragte: „Glaubst du wir haben Glück?“ Da musste sie auch etwas lachen und antwortete: „Wenn dich dein Glück nicht verlassen hat, sollten wir es schaffen können. Wir brauchen Salz. Jede Menge Salz. Ich denke, wir müssen gerade noch einen Laden aufsuchen, bevor wir zu Seth gehen.“ „Wofür denn so viel Salz?“ hakte er nach, stand auf und steckte sein Portemonnaie in seine Hosentasche. Portia nahm die Waffe vom Tisch, legte diese gesichert in eine Tasche und erklärte: „Alles Böse hasst Salz. Und wenn wir schon einmal unterwegs sind, sollten wir uns noch reichlich Weihwasser aus einer Kirche besorgen. Das hilft auch.“ Toni grinste und fragte: „In Ordnung, Hamsterkäufe von Salz im Supermarkt, Diebstahl von Weihwasser aus der Kirche, einem Dämon in den Arsch treten, habe ich was ausgelassen?“ „Wenn wir das überlebt haben und Seth gefunden haben, dann werden wir tollen Sex haben. Denk daran, behalte das als Plan im Hinterkopf, damit du was hast, auf das du dich freuen kannst.“ sagte sie, zwinkerte ihm zu, worauf er laut seufzte: „Oh ja! Das werde ich!“ Nachdem der Kofferraum mit Salzpaketen gefüllt war und Toni eine ganze Flasche Weihwasser besorgen konnte, stand Portia mit ihrem Liebsten am Auto vor der Haustüre von Seth. Es war noch hell und sie fragte: „Magst du eine Telefonkonferenz mit allen Freunden machen? Ich weiß nicht, ich habe da so ein mulmiges Gefühl, was mir sagt, dass wir später alle brauchen werden. Natürlich muss ich es zuerst alleine versuchen, daher halte sie bitte in Alarmbereitschaft, dass wenn ich um Hilfe schreie, sie alle darüber Bescheid wissen.“ Toni nickte, holte sein Handy heraus und rief sämtliche Freunde an. Da sie davon ausgehen konnten, dass alle Paare zusammen waren und Seth entweder tot oder nicht erreichbar war, rief Toni nur Steve, Daniel, William, Andy und Ronald an. Portia bekam am Rande mit, dass ihr Mann den übrigen Kriegern schon einen kurzen Informationsstatus bekanntgab, denn sie konzentrierte sich auf den Dämon, der hoffentlich noch im Haus war. Sie nahm zwei Päckchen Salz aus dem Kofferraum, öffnete diese jeweils an einer Ecke, sodass die feinen Kristalle herausrieseln konnten. Sie hatte nicht viel Zeit, um es erst dann zu machen, wenn sie dem Wesen bereits gegenüberstand. Immerhin musste sie in ihrer Hand zudem die Perle nutzen, denn sonst wirkte ihre ganze Kraft nicht. Sie überlegte kurz und schaute ins Auto hinein. Portia liebte Toni dafür, dass er praktisch dachte, denn im Handschuhfach lagen einige dieser kleinen Spanngurte. Das sollte gehen, dachte sie. Mit ein paar dieser Gurte bastelte sie sich schnell eine Art Werkzeuggürtel für zwei Päckchen Salz, eine offene Flasche Weihwasser und noch einem Halter für ihr geliebtes Messer. Alles konnte sie gut mit der rechten Hand greifen, denn in der linken hielt sie ihre Perle fest umschlossen. Es musste einfach klappen, dachte sie und schloss die Augen, um sich besser konzentrieren zu können. Da es noch hell war, konnte sie ihr Artefakt nicht nutzen, aber sie war definitiv bereit, sobald die Sonne untergegangen war. Etwas weiter weg wurde sie von einem Mann angeschaut, der zu seinem Wagen ging. Aber dies war Portia egal. Schließlich war das Leben von Seth in Gefahr und möglicherweise auch von einigen Menschen. Und dies hatte Vorrang vor allem anderen. Toni sagte kurz: „Wenn du schreist, werden alle kommen. Sie sind über alles informiert. Und Jasmin hat das Wesen sogar in einer Vision gesehen. Sie war außer sich. Wir müssen aufpassen, es sieht aus, als ob es aus Lava besteht. Zumindest das, was Jasmin gesehen hat.“ Portia schaute kurz auf den kleinen Bildschirm, sah dort die Namen sämtlicher Freunde und meinte: „Ich danke euch. Wünscht mir Glück.“ „Du hast den Glücksbringer Toni bei dir.“ sagte Steve und schob schnell hinterher: „Pass trotzdem auf dich auf, du Killervampirin.“ Portia nickte ihm lächelnd zu, obwohl er das nicht sehen konnte und erzählte: „Bleibt in der Leitung. Ich werde jetzt die Türe öffnen. Gleich wird es dunkel und ich muss den Dämon vorher im Haus erwischen.“ Nachdem Portia noch einmal tief eingeatmet hatte, stand sie vor der Haustüre von Seth und wollte diese gerade öffnen, da machte jemand von innen auf. Sie erschrak und ging einen Schritt von der Türe weg. Im Rahmen befand sich Seth, der sie freundlich begrüßte: „Hallo meine Liebe. Möchtest du hereinkommen?“ Sie versuchte an ihm vorbeizuschauen, aber aufgrund der zweiten Innentüre, sah sie nichts dahinter. „Hallo Seth. Es geht dir gut. Du lebst. Ich bin wirklich richtig froh, dich zu sehen. Jage mir bitte niemals mehr so eine Angst ein.“ sagte sie und ging auf ihn zu, um ihn zu umarmen. Er erwiderte diese Geste, drückte sie feste an sich und meinte leise: „Natürlich lebe ich. Warum denn auch nicht?“ Sie löste sich aus seinem Arm und fragte flüsternd: „Wie hast du den Dämon besiegt? Oder was hast du gemacht, um ihn festzuhalten? Konnte er sich doch nicht befreien?“ Seth schaute sie an und antwortete: „Nachdem wir telefoniert hatten, sah ich ihn kurz und dann war er weg. Ich wurde sehr müde und habe mich zum Schlafen hingelegt. Das war vielleicht eine verrückte Zeit. Ich habe eben erst gesehen, dass du angerufen hast. Ich wollte zurückrufen, aber ich konnte dich nicht erreichen.“ Portia tastete an ihre Hose und sagte: „Oh Mist, ich glaube, mein Handy liegt zu Hause auf dem Tisch.“ Die Sonne verschwand allmählich hinter dem Horizont und Portia stand mit Seth immer noch in der Türe. Toni wurde langsam ungeduldig und er wusste nicht, worüber sie redeten. Natürlich war er froh, als er Seth gesehen hatte, aber solange Portia nicht Entwarnung gab, würde er dort in Entfernung warten, bis sie ihm ein Zeichen gab. Er hatte in der einen Hand sein Handy mit den anderen Kriegern in der Leitung, die gespannt auf sein Signal warteten. In der Anderen hielt er versteckt die Pistole hinter seinem Rücken, mit dem er am Auto lehnte. William fragte: „Was passiert denn da?“ Toni flüsterte: „Ich weiß es nicht. Seth lebt noch und er redet mit ihr. Aber er lässt sie nicht hinein und sie kommt nicht her, um zu sagen, dass alles in Ordnung ist. Das gefällt mir nicht.“ Steve fragte verärgert: „Warum wundert mich es nicht, dass der Dämon bei Seth aufgetaucht ist? Ich sagte doch, der Kerl ist angepisst und zu allem fähig.“ „Das hilft uns jetzt auch nicht weiter!“ schimpfte Jasmin und rief somit alle zur Ruhe. Toni beobachtete die Szene immer weiter, aber langsam hatte er keine Geduld mehr. Die beiden sollten da kein Kaffeekränzchen halten. „Ich gehe jetzt mal zu ihr. Das dauert mir zu lange. Warum, wenn Seth lebt, lässt er sie nicht den Dämon töten?“ überlegte Toni, drückte sich vom Auto ab und ging in normalen Schritten auf die Haustüre zu. Kurz bevor er Portia erreichte, hörte er, wie sie fragte: „Kannst du mir sagen, wo der Dämon jetzt ist? Und wo kam er her?“ Gerade als Seth antworten wollte, sah er Toni an und seine Augen leuchteten auf einmal rot auf. Das ist nicht gut, dachte Toni und er richtete die Waffe auf Seth. Dieser schritt einfach an Portia vorbei, schaute Toni immer noch an, aber ging auch an ihm vorbei und sagte: „Naletia! Ich muss Naletia befreien!“ Portia stellte sich neben Toni und fragte: „Hast du das ebenfalls gesehen? Denkst du auch, dass der Dämon jetzt in Seth steckt?“ Toni nickte und sagte in sein Handy: „Meine Freunde, wir haben ein Problem!“
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