Zu Produktinformationen springen
1 von 4

My Store

Die Chroniken der Lichtkrieger: Band 5 - Die Erkenntnis

Die Chroniken der Lichtkrieger: Band 5 - Die Erkenntnis

Normaler Preis €14,99 EUR
Normaler Preis Verkaufspreis €14,99 EUR
Sale Ausverkauft
Inkl. Steuern. Versand wird beim Checkout berechnet
Anzahl
Wir schreiben Ihre Widmung handschriftlich ins Buch.

500 Jahre vor Christus wurden 14 Menschen dazu auserwählt gegen das Böse zu kämpfen. Dazu haben sie besondere Fähigkeiten erhalten, die für jeden von ihnen einzigartig sind. Jeweils 7 Männer und Frauen, die zudem noch als Paare Seelenpartner sind, können ihre Kräfte vereinen, die eine außergewöhnliche Kraft entfacht zu dem kein einzelner alleine fähig ist. Sie müssen daher gegenseitig aufeinander achtgeben, damit niemand im Kampf stirbt. Jeweils 7 Krieger sind vom Mond abhängig und die anderen 7 von der Sonne. Ihre Kräfte funktionieren deswegen entweder nur am Tage oder in der Nacht. Sie können im Kampf getötet werden, jedoch sterben sie nicht am Alter oder einer Krankheit. Doch eine große Bedrohung schleicht sich durch ihre Reihen. Es gibt eine Weissagung, dass sie alle sterben werden. Einer von ihnen versucht dieses Schicksal zu vereiteln. Jedoch funktioniert es nicht so wie gedacht und die Lichtkrieger verlieren ihre Erinnerungen und zunächst auch ihre Fähigkeiten. Sie leben auf einmal in einer anderen Welt. Die Zukunft 2500 Jahre später. Doch sie sind nicht mehr fast unsterbliche Menschen, sondern teilweise zu anderen Wesen geworden, die nur in der Dunkelheit leben können. Sie bekämpfen sich gegenseitig, bis das Schicksal erneut zuschlägt.

📖 Leseprobe
Prolog Ein paar Jahrhunderte vor Christus Geburt … Naletia lag mit sehr hohem Fieber auf ihrem Schlafplatz. Da sie sonst durch ihre Kräfte vor Krankheiten geschützt war, und dies schon seit Jahrzehnten, fühlte sie sich so, als ob ihre letzte Stunde geschlagen hatte. Aber seit sie ihr Artefakt in ihrer Kiste verstaut hatte, war sie anscheinend anfälliger für solche Sachen. Der Schüttelfrost zog sich durch sämtliche Gliedmaßen, und Deronia brachte ihr eine Schüssel mit Wasser. Anschließend tunkte sie das Tuch, was auf Naletias Stirn lag, zum wiederholten Male in die Flüssigkeit, legte einige fiebersenkende Kräuter auf und bedeckte schließlich den Kopf mit dem nassen Tuch. Hiernach fragte Deronia: „Kann ich dir denn sonst nicht helfen? Wie bekomme ich die Kiste wieder auf, um dir deinen Kristall zu bringen?“ Naletia winkte ab und antwortete: „Das kannst du nicht. Beides nicht. Es ist so, wie ich gesagt habe. Irgendwann werde ich unvermeidlich sterben, und du bringst mich endlich zu meiner Ruhestätte und versiegelst danach das Tor. Und du sorgst dafür, dass die Familie von Efeleth unser Wissen an die Erben weitergibt. Mehr können wir nicht machen.“ Deronia ging nervös im Raum hin und her. Schließlich schaute sie auf ihre Freundin, Tante, und gleichzeitig Ersatzmutter. Kurz darauf fragte sie: „Und wenn du selbst mit in die Kammer kommst, deine Kiste öffnest, so wirst du von Neuem deine Kräfte haben, und dann bist du bald wieder gesund.“ „Nein, das werde ich nicht machen. Deine Mutter hat mich nicht in der Zukunft gesehen. Und ehrlich gesagt möchte ich auch nicht sehr viel länger leben müssen, wenn ich meinen geliebten Drawolleiseth nicht bei mir habe. Der Gedanke, dass ich noch zweitausend Jahre leben müsste, um ihn wiederzusehen, macht mich krank. Dann lieber jetzt sterben.“ sagte Naletia und eine erneute Attacke des Schüttelfrosts überkam sie. Deronia sah sie an und fragte: „Und was ist mit mir? Du hast mich wohl gar nicht so gern, wie deinen Geliebten. Mich willst du auch einfach alleine lassen. Nein, das lasse ich nicht zu. Ich werde dich nicht kampflos aufgeben.“ Kapitel 1 In der Kammer waren alle in heller Aufregung. Viktoria saß in einer Ecke und notierte über was auch immer Christine und Ronald sprachen. Sie achtete sehr darauf, dass sie nichts anfasste, denn das durfte nur Christine, wenn sie alles so katalogisiert hatte, wie sie es vorgefunden haben. Ronald überlegte: „Also warte mal, das Messer war auf der Sonnenseite. Die Muschel auch. Und der Anhänger sowie die Perle auf der Mondseite. Mal angenommen die Perle sieht aus wie der Mond, könnte das etwas bedeuten? Oder lassen wir mal weiter überlegen, vielleicht gehört das alles zu einem Ritual. Schließlich ist das so ein kleines Ritualmesser, mit dem Kräuter geschnitten wurden. Und die Muschel hätte als eine Art ärmliche Schale nützlich sein können. Die Perle stellt den Mond in klein dar, und der Anhänger wurde möglicherweise von dem Priester getragen. Aber eventuell wissen wir mehr, wenn die anderen Kisten sich endlich geöffnet haben.“ Christine sah ihn nachdenklich an und meinte: „Das ist eine wirklich gute Überlegung. Das würde auch zu den vierzehn Gestalten am Steinkreis passen, wie es auf dem Bild des Sarkophags zu sehen war. Wahrscheinlich handelte es sich um ein Ritual. Und möglicherweise finden wir in dem Sarg dann den Hohepriester. Aber ich muss gerade noch alles fein säuberlich beschriften, bevor wir weitere Untersuchungen anstellen. Verdammt Ronald, ich brauche die Hilfe eines Labors. Sprich, ich muss doch noch jemanden von Außerhalb Bescheid sagen.“ „Natürlich. Du musst es ja zeitlich bestimmen können. Oder an dem Messer Spuren finden, welche Kräuter damit bearbeitet wurden. Wahrscheinlich findet denn das Labor die geheimen Zutaten des Zaubertranks.“ scherzte Ronald und schaute sich den Anhänger noch einmal genau an. Viktoria schrieb immer weitere Sachen in ihr Büchlein, und anscheinend flossen die Ideen nur so in ihr Hirn. Wenig später kam Heather mit einem Picknickkorb in die Kammer und sagte: „Ihr habt doch bestimmt Hunger. Ich habe hier genug für alle. Und frischer kalter Eistee. Eure Trinkflaschen sind mit Sicherheit schon lauwarm geworden. Macht einfach mal eine Pause.“ Dann stellte sie den Korb auf den Boden und bemerkte: „Wie ich sehe, sind schon ein paar Kisten offen. Darf ich neugierig sein und auch mal reinsehen?“ Christine öffnete den Korb, nahm den Eistee heraus und antwortete: „Natürlich darfst du hineinschauen. Aber noch nichts anfassen. Wir müssen sehr vorsichtig sein.“ Ronald nahm sich ein Sandwich aus einer Box und meinte lächelnd: „Heather, du bist ein Schatz. Danke für den kleinen Imbiss. Wir haben ja auch schon sehr lange hier gehockt, bis sich endlich die Kisten öffnen ließen.“ Viktoria goss sich ebenso ein wenig kalten Eistee ein einen Becher und sagte: „Ja, danke dir. Und vielen Dank, dass du mir Bescheid gesagt hast, dass ich dabei sein durfte, wenn solch etwas Großartiges passiert.“ Heather lächelte und meinte: „Es ist mir durchaus eine Freude, euch alle hier zu haben.“ Schließlich ging sie um die Kisten herum, schaute überall hinein und bemerkte leise: „Das ist wirklich unglaublich. Ich dachte, egal was hier drinnen ist, dass es nach so langer Zeit schon verrottet sein müsste oder angelaufen. Jedoch sieht es so aus, als ob es erst gestern hier hineingelegt worden ist. Wahrhaftig sehr einmalig. Es ist mir unbegreiflich, wie so etwas möglich ist.“ Christine erklärte: „Es gab eine Art Vakuum. Ich habe zwar keine Ahnung, wie das damals gemacht worden ist. Vielleicht mit Hitze. Aber das könnte eine Erklärung sein, wenn da gar keine Luft herangekommen ist.“ Ronald hatte das Sandwich aufgegessen und sagte: „Mensch, das war lecker. Du machst die besten Sandwiches in der ganzen Umgebung. Schade, dass du auf deinen Exfreund wartest.“ Viktoria fragte verwundert: „Heißt das, dass du Interesse an Heather hast? Und warum schaut sie, als ob sie das längst wüsste?“ Ronald grinste und erklärte: „Weil sie es bereits weiß. Sie hatte mich dazu getrieben, mit Tiffany auszugehen, da sie schon ein anderes Treffen hatte. Ansonsten hätte ich sie lieber noch dreimal gefragt, ob wir nicht doch miteinander ausgehen.“ Heather lächelte ihn an und meinte: „Es würde nicht funktionieren. Mein Exfreund steht schon fast vor meiner Türe. Eine Kartenlegerin hat mir dies auch bestätigt. Da fällt mir ein, dass ich sie noch einmal kontaktieren muss. Entschuldigt mich bitte.“ Schließlich ging Heather in ihr Haus zurück. Als Heather die Türe hinter sich geschlossen hatte, atmete sie tief ein, denn sie konnte den Inhalt der Kisten immer noch nicht begreifen. Die Gegenstände sahen wirklich alle so aus, wie frisch hineingelegt. Schließlich ging sie in ihr Schlafzimmer, nahm eine große Truhe unter dem Bett hervor, steckte einen Schlüssel in das Vorhängeschloss und öffnete es. Darin befand sich ein sehr altes Buch. Eher gesagt handelte es sich zuerst um einzelne Schriftrollen, später dann war es eine lose Blattsammlung und danach hatte sich jemand die Mühe gemacht, alles in eine erkennbare Schrift in ein altes Buch zu schreiben. Auf der ersten Seite stand geschrieben, dass dieses Werk in der Familie weitergegeben werden musste. Der erste Verfasser war Efeleth gewesen, zusammen mit Deronia und Naletia. Und die Informationen stammen von Nanjia, der Seherin. Heather hatte all die Jahre über auf dieses Buch aufgepasst. Dort stand alles Wort für Wort beschrieben. Und an exakt diese Anweisungen hatte sie sich gehalten. Genau in diesem Jahr, zu exakt dieser Zeit sollten sich die ersten Kisten öffnen. Zuerst die von Princevenetia, dann die von Naynoth, Vegomentorgia und Maliwilth. Und darin enthalten sollten eine Perle, eine Muschel, ein Anhänger und ein Messer sein. Genau diese Artefakte konnte sie auch sehen. Doch scheinbar war etwas schiefgelaufen. In dem Buch stand, dass Heather Viktoria kontaktieren musste. Und Christine hatte sie außerdem gefunden. Die Kartenlegerin Jasmin hatte sie ebenso entdeckt. Und alles andere sollte von selbst funktionieren, laut diesen Aufzeichnungen. Doch anscheinend durfte Viktoria den Anhänger nicht anfassen, sonst hätte sie sich schon längst verändert. Warum musste Christine auch die Wissenschaftlerin raushängen lassen? War immer noch alles im Plan? Heather schlug das Buch auf, schaute erneut nach dem zeitlichen Ablauf und stellte fest, dass alles immer noch so geschah, wie es vorausgesehen wurde. Sie musste sich also keine Sorgen machen, dass sie versagt hatte. Aber sie dachte all die Jahre wirklich, dass es sehr viel einfacher werden würde. Am liebsten wäre sie zu den Leuten hingegangen und hätte ihnen die ganze Geschichte erzählt. Aber damit hätte sie vielleicht auch viel verschlimmern können. Das war das blöde an dieser Situation. Heather hatte eine ganz bestimmte Aufgabe zu erledigen. Und dies war nur, Christine zu den Kisten zu bringen, Viktoria dazu zu holen und Jasmin zu kontaktieren. Ansonsten hatte sie sich da herauszuhalten, denn die Zukunft durfte kein bisschen verändert werden. Genauso wurde es aufgeschrieben und fast zweitausendfünfhundert Jahre sind vergangen, in denen diese Schriften behütet worden waren, genauso wie die Kammer auf ihrem Grundstück. Alles wurde seit jener Zeit gut bewacht und beschützt. Und nun würde sie wohl auch noch die paar Tage abwarten können, bis endlich was passierte. Heather schlug eine andere Seite im Buch auf. Dort waren Bilder der Krieger von damals gezeichnet. Sie schaute sich alle genau an und fand, dass einer besonders hübsch anzusehen war. Dieser Kerl mit dem Namen Drawolleiseth der sah so gut aus, als ob er mit sehr viel Liebe gezeichnet wurde. Neben jeder Zeichnung der Krieger war auch das dazugehörige Artefakt abgebildet. Und auf den Buchseiten sind neue Blätter geklebt. Als vor fünfhundert Jahren die Vampire in der Gegend aufgetaucht waren und diese zu den Bildern in dem Buch passten, wurden zu jeder Person immer neue Erkenntnisse hinzugefügt. So konnte sie auch Viktoria ausfindig machen. Sie wurde schon vor langer Zeit gefunden, als sie noch in der Nähe gelebt hatte. Und sie konnte als Vampir identifiziert werden und seitdem beobachtet. Jeder Umzug wurde in dem Buch dokumentiert, und so wusste Heather auch, wo sie sich in Schottland aufgehalten hatte, um als Schriftstellerin von dort aus zu arbeiten. Das Gleiche galt genauso für die anderen Vampire sowie für die Werwölfe. Zwar mussten die anderen nicht kontaktiert werden, aber es war definitiv gut zu wissen, wo sie sich stets aufhielten, sollte doch mal etwas nicht so klappen, wie es in dem Buche steht. Sollte dies vorbei sein und ihre Aufgabe in der Geschichte erledigt, so konnte sie endlich mal das machen, was sie schon immer wollte. Nie mehr an dieses Haus gebunden sein, sondern auf Reisen gehen, die Welt anschauen, mit ihrem Mann glücklich sein und mit ihm dorthin gehen, wo er will. Die Kammer musste dann nicht mehr bewacht werden, keine Leute mehr verfolgt, und schon gar nicht sich Gedanken darüber machen, ob alles klappen wird. Somit würde der ganze Stress der letzten Wochen, Monate, Jahre und im Falle der ganzen Nachkommen von Efeleth, Jahrtausende, endlich ein Ende gefunden haben. Sie musste nur noch ein paar Tage aushalten, schauen, ob wirklich alles so funktionierte und ab dem Moment wäre sie frei. Mit einem tiefen Seufzer packte sie die Blattsammlungen sowie das Buch erneut in die Kiste, verschloss sie wieder aus alter Gewohnheit und stellte sie unter das Bett. Doch hiernach fragte sie sich, ob sie die Unterlagen verbrennen musste, wenn alles erledigt wurde oder ob sie es aus Sentimentalität aufbewahren sollte. Aber das durfte dann nicht mehr ihr Problem sein. Schließlich hatte sie ihr ganzes Leben lang tapfer und pflichtbewusst genau das getan, was gemacht werden musste. Und nun war es Zeit die Ketten zu sprengen, und endlich mal eine normale Frau zu sein. Doch so wirklich normal war sie nie. Immerhin hatte sie mit Magie zu tun. Ronald hatte sie gesagt, dass sie eine Hexe ist und eine, die sich mit Planeten auskennt. Welche normale Person kann denn sowas schon von sich behaupten? Aber sie musste sich damit auskennen. Ob es sinnvoll gewesen war, dass sie Ronald das mit der Planetenkonstellation gesagt hatte, wusste sie nicht. Vielleicht hätte er es selbst herausgefunden. Schließlich stand nichts darüber in dem Buch, dass sie es machen musste. Außerdem hätten sich die Kisten so oder so an dem Tag geöffnet. Doch es hätte durchaus sein können, dass dann keiner von ihnen dabei gewesen wäre. So war es doch sehr viel spannender gewesen. Und Heather kam sich nicht ganz so unnütz vor, wie einfaches Beiwerk. Oder wie das Zündholz für das große Lagerfeuer. Nur dazu da, um den ersten Funken zu geben, um es dann achtlos durch die Gegend zu schnippen, weil es schon längst verbraucht war. Aber so machte sie es nicht mit, denn ihr Leben würde erst anfangen, nachdem sie das Feuer angezündet hatte. Und sie würde heller leuchten, als alles andere. Genau dies war ihr Plan, sobald ihre Aufgabe erledigt ist. Heather lächelte und freute sich so sehr auf ihre baldige Zukunft. Kapitel 2 Viktoria war hellwach und strotzte nur so vor Energie. Zwar hatte sie ja den ganzen Tag geschlafen, aber sie war so aufgeregt gewesen, als sich die Kisten endlich öffneten. Diese Spannung zu erfahren, war das beste Aufputschmittel, was es je gegeben hat. Sie sollte in die Werbebranche gehen. Statt Kaffee und Energiedrinks sollten die Leute nicht jeden Tag die langweiligen, gleichen Arbeiten erledigen, sondern jeden Tag etwas Spannendes machen, dann wären sie auch so wach. Sie hatte das Gefühl, dass entweder der Stift oder ihre Finger nachgeben würden, soviel hatte sie schon notiert. Die einen Notizen beschrieben die Dinge in den Kisten, die anderen waren die Theorien, die Christine und Ronald besprochen hatten und auf den übrigen Seiten schrieb sie all ihre Ideen für einen neuen Roman auf. Sie musste sich nicht einmal sehr konzentrieren, denn der Stift flog fast von alleine über das Papier. Ab und zu nahm sie einen Schluck Eistee und arbeitete dann fleißig weiter. Christine sagte: „Also den Anhänger habe ich noch nicht mit der damaligen Zeit in Verbindung gebracht. Er zeigt einen Storch oder Kranich. Was bedeutet das wohl, außer der Sage, dass die Babys von Störchen gebracht werden?“ Ronald überlegte und antwortete: „Ich weiß es leider noch nicht, aber ich werde zu Hause mal meinen Computer befragen, ob so ein Federvieh sonst noch in der Magie eine Bedeutung hat.“ Viktoria meinte leise: „Ich glaube, dazu zählt Wandel, Veränderung, Wiedergeburt, Treue, denn der Storch kommt immer zu seinem Nest zurück. Und Liebe und Mutterglück. Ich meine, der Storch beschützt auch. Zumindest habe ich das alles mal irgendwo aufgeschnappt.“ Christine fragte: „Steht so eine Muschel nicht auch für Fruchtbarkeit?“ „Ich meine, Austern sollen eine aphrodisierende Wirkung haben. Das kann natürlich auch alles wieder nur ein Mythos sein.“ meinte Ronald und dann trank er noch ein Glas Eistee aus. Viktoria hatte davon leider keine Ahnung. Ihre Romanhelden hatten solch ein Mittel nie nötig gehabt. Die Männer waren alle potent genug, um die ganze Nacht über Sex zu haben. Sie schmunzelte, als sie an den letzten ihrer Romane dachte. Es kam leider häufig vor, dass sie sich in einen ihrer erdachten Männer verliebte. Aber sie musste aufpassen, dass sie diesen dann beim Schreiben nicht irgendwie bevorzugte, denn die Hauptfiguren waren halt immer die Frauen gewesen. Ronald schaute sie an und fragte lächelnd: „Warum grinst du denn so? Glaubst du, ich hätte so ein Mittel nötig?“ Viktoria lachte und antwortete: „Nein, ich war gerade in meinen Gedanken bei einem meiner Romanfiguren. Und die benötigen solche Hilfsmittel tatsächlich nicht.“ Er grinste sie schelmisch an und meinte: „Hast du Glück gehabt, dass ich dir das glaube.“ Christine überhörte diese Unterhaltung wohl absichtlich, denn sie sagte: „Also, ich denke, ich werde die Sachen erst ins Labor schicken, sobald alle Kisten geöffnet sind. Bis dahin fasst keiner etwas an. Wenn dies wieder ein Rätsel oder ein Hinweis ist, dann sollten wir nichts von dem großen Puzzle entfernen.“ Ronald grinste und zwinkerte Viktoria zu. Anschließend sagte er zu Christine: „Du bist aber heute echt eine Spaßbremse. Ich werde später meinen Computer nach der nächsten Konstellation fragen, wann die sein wird. Es bringt nichts, wenn wir weiter hierbleiben und grübeln, was das alles bedeuten soll. Wir haben noch zu wenig Anhaltspunkte dafür.“ „Das weiß ich selbst. Es ist nur, weil …!“ sagte sie verärgert, brach dann aber ab. Ronald nahm seine Pfeife aus der Tasche, schaute Christine in die Augen und meinte leise: „Weil du mit den Gedanken ganz weit weg bist und auf dich selbst bist du auch sauer. Das kann ich verstehen. Ich glaube, wir beide sollten uns noch einmal in Ruhe unterhalten.“
Vollständige Details anzeigen