Warum habe ich ein Sherlock Holmes Zimmer? Autorin verrückt?

Wahrscheinlich habt Ihr auf Instagram mal meinen Gang durch mein Sherlock Holmes Zimmer gesehen. Nun ja, es stehen nur ein paar alte Möbel drin, die mich wage an die damalige Zeit erinnern. Auch die ein oder andere Öllampe, ein schicker Schreibtisch, ein alter Lehnsessel, ein Schaukelstuhl und einen selbst gemachten Kopf, der mich an Sherlock Holmes erinnert. Und ja, ich habe mir auch eine wunderschöne Geige gekauft, die ich dort deponiert habe und ab und zu mal darauf spiele. Ich spiele richtig mies, aber vielleicht wird das eines Tages besser.

Was mich zu einem schönen Stichpunkt bringt. Es gab massig Sherlock Holmes Verfilmungen. Bei einigen kann der Detektiv wunderschön spielen und bei anderen kann er es eben nicht und hört sich so wie meine Versuche an. Ich denke da so an die Serie aus den fünfziger Jahren mit Ronald Howard. Sobald er gespielt hat, musste sich Watson die Ohren zuhalten. Einmal hatte er sogar Watte in die Ohren gepackt. Ja, dies fand ich überaus lustig.

Aktuell schreibe ich an einem Roman über einen Sherlock Holmes Fan. Man könnte fast schon sagen, dass ich über mich schreibe, denn mindestens 50 % des Inhaltes ist Realität. Erscheinen soll der Roman am 07.04.2026. Warum? Nun ja, zuerst sollte es am 08.01.2026 erscheinen. Da hatte einer meiner Verwandten Geburtstag, der mich zur Ahnenforschung gebracht hat. Dies wird ein Thema in dem Roman sein. Aber ich hatte es zeitlich nicht geschafft. Der Dezember ging dafür viel zu schnell vorbei und das Leben hat mir Steine in den Weg gelegt. Aber nun soll es zum 07.04.2026 erscheinen, denn an diesem Tag hat Ronald Howard Geburtstag. Eben dieser Mann, der mich als Nächstes zu der Geschichte inspiriert hat.

Als Kind hatte ich ja schon eine Vorliebe für die Geschichten über Sherlock Holmes gehabt. Ich spielte mit meiner Schwester ständig Sherlock Holmes und Dr. Watson. Sie war immer der Arzt, der sich tatsächlich mit Magie in einen Hund verwandeln konnte. Ratet mal: Der Hund von Baskerville. Nun ja, darüber könnte man auch eine Geschichte schreiben. Wäre es mehr Fantasy oder doch eher Horror? Kommt darauf an. Aber ich schweife mal wieder ab.

Mein erster Sherlock Holmes, den ich im Film gesehen habe, war der großartige Peter Cushing. Eben mit der Verfilmung über den unheimlichen Hund. Ich mochte das Zusammenspiel mit Christopher Lee. Ich habe auch mit den beiden sämtliche Horrorfilme angeschaut. Sie waren meine favorisierten Schauspieler, obwohl sie schon jenseits meiner Altersklasse waren. Aber das Problem habe ich öfter. Andere Teenager-Mädels von früher standen auf Boybands, die ebenfalls noch in der Pubertät steckten. Und ich? Ich mochte fertige Männer, die schon mitten im Leben standen. Im Fall von Peter Cushing, der ja in meiner Jugend schon um die 70 Jahre als war, ist schon grenzwertig. Aber hey, in den Filmen sahen sie immer noch knackig aus und erfreuten mein Herz.

So wie auch Ronald Howard, der leider auch schon verstorben war, als ich ihn das erste Mal als Sherlock Holmes gesehen hatte. Ich habe nun mal eine Schwäche für alte englische Gentleman. Jetzt ist es raus.

Also der zweite Sherlock Holmes, den ich gesehen habe, der war damals fast meine Altersklasse. Kennt Ihr den Film „Das Geheimnis des verborgenen Tempels“? Mit Nicholas Rowe als junger Student, der seinen ersten Fall erlebte? Da war ich Teenager und er kaum älter als ich. Dieses Mal hatte ich endlich mal einen Schauspieler des Holmes gefunden, den ich einfach wunderhübsch fand. Als ich später im fortgeschrittenen Alter den Film noch einmal ansah, fand ich vom Geschmack her eher den Gegenspieler gut. Anthony Higgins ist schon ein Leckerchen. Und vor allem hat er einige Jahre später selbst den Sherlock Holmes verkörpert.

Die meisten Stimmen, die ich gehört habe, sprachen alle davon, dass Basil Rathbone der beste Darsteller des Detektivs wäre. Dies wollte ich natürlich herausfinden. Also schaute ich mir die alten Filme an. Und ja, er war wirklich sehr gut. Er erfüllte die Figur mit Witz und Charme, anders als es Peter Chushing gemacht hat. Aber Ronald Howard war auch witzig, charmant, charismatisch und ebenfalls witzig. Und zudem sah er verdammt gut aus. Daher hatte ich ganz klar einen Favoriten. Bis zu dem Tag, als Benedikt den Sherlock gab. Da hatte Ronald Howard wirklich Konkurrenz bekommen. Was mich nur an ihm störte, war seine Arroganz, obwohl das ja auch so im Buche stand. Es gab bei seinem Spiel keinen englischen Gentleman. Irgendwie fehlte mir das. Aber ansonsten war ich ein großer Fan der Serie.

So, zurück zum Thema: Warum habe ich ein Sherlock Holmes Zimmer? Zumindest ansatzweise so eingerichtet. Ehrlich gesagt: Weil ich den Platz dafür hatte.

Ernsthaft. Ich brauche nicht viel und lebe eher spartanisch und daher hatte ich ein Zimmer im Dachgeschoss frei, was ich sonst nicht brauchte. Den Ohrensessel hatte ich als Erbstück bekommen. Ebenfalls wie den Schrank, den Schaukelstuhl, Tisch und Stühle. Alle war dunkel gehalten. Ein paar Öllampen fand ich auch noch. Eine alte Tischdecke habe ich aus dem Fundus meiner Oma bekommen. Ein uralter Reisekoffer, der noch wie eine Truhe aussah, kam aus dem gleichen Bestand wie der Sessel. Das Einzige, was ich mir noch gekauft habe, war der Schreibtisch und die Geige. Nur noch ein paar Bilder meiner liebsten Sherlock Holmes Darsteller ausdrucken, einrahmen und an die Wand hängen. Und schon fühlte ich mich wohl.

Mein Zimmer gebe ich gerne als Gästezimmer her, denn es ist auch ein Schlafplatz vorhanden. Das Sofa kann man umbauen. Meine Frende lieben den Raum und kommen gerne. Eine Freundin macht immer Fotos davon, weil sie es schon schick findet. Warum also nicht ein solches Zimmer haben?

Außerdem bewahre ich im Schreibtisch meine Notizen und Romanideen auf, ebenso wie alle meine Notizblöcke über die Ahnenforschung. Meistens sitze ich dort im Zimmer, um auf Ideen zu kommen. Dort ist es ruhig, ich komme runter und kann mich sammeln. Manchmal laufe ich dort einfach im Kreis, rede mit mir selbst oder frage direkt die Sherlock Holmes Bilder um ihre Meinung. Trotzdem rede ich weiter und komme von einem Punkt auf den nächsten, um es besser herauszuarbeiten. Wisst Ihr wie ich es meine? Wenn ich nur in Gedanken an einem Problem arbeite, so driftet mein Hirn manchmal ab. Wenn ich laut darüber rede, dann bleibe ich beim Thema und kann mich besser konzentrieren. Und wenn ich dann auch noch überlege, wie Sherlock Holmes an die Sache herangegangen wäre, so hilft mir das.

Ach ja, meine Sherlock Holmes Liebe geht noch weiter. Ich habe tatsächlich bei meiner Urban-Fantasy Buchreihe „Die Chroniken der Lichtkrieger“ einen Krieger mit einem bemerkenswerten Hirn, Auffassungsgabe und großer Intelligenz erschaffen. Einer, der alleine mit seinen Beobachtungen Dinge herausfinden kann. Diesen nannte ich Ronald und in der Vorgeschichte, die 500 Jahre vor Christus spielt, nannte ich ihn Warrdaloonth. Ein Anagramm von Ronald Howard. Nur das T am Ende fügte ich hinzu, da ich bei diesen seltsamen Namen bei den Männern ein TH und bei den Frauen ein IA am Ende nutzen wollte. Auf jeden Fall ist mein Warrdaloonth im späteren Leben zunächst einsam, da viele Frauen mit seinem Hirn nicht zurechtkommen, da er ihnen die Lügen und andere Dinge sofort ansieht. Daher hofft er auf den Tag, an dem das Herz von einer Frau so voll Liebe ist, dass das Hirn ausgeschaltet wird, da das Gefühl das Denken übernimmt.

Mein Sherlock Holmes Fan Buch wird übrigens eher Cozy sein. Kein Thriller, kein Krimi, sondern eher ein Abenteuer mit Rätseln, Ahnenforschung und auch Liebe und Freundschaft darin vorkommen. Keine Ahnung, was das für ein Genre ist, aber es wird so gut wie gar nicht erotisch werden. Nein, dieses Mal nicht. Wer über einen intelligenten Mann lesen will, der auch Sex hat, sollte meine Lichtkrieger dafür nehmen. Mein Ronald ist ziemlich sexy und intelligent. Aber auch ruhig.

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