Vampire, Werwölfe, Lust und Leidenschaft – „Die Chroniken der Lichtkrieger“ privat
Heute mal ein schwieriges Thema für mich. Eigentlich ist es nicht so schwer über die Lichtkrieger zu schreiben, denn das habe ich in 21 Romanen gemacht, weil ich es geliebt habe. Da ich sie geliebt habe. Aber wie soll ich einen Einblick in das Privatleben der Lichtkrieger geben, ohne zu spoilern? Zumindest für diejenigen, die meine Urban-Fantasy Buchserie noch nicht gelesen haben. Ja warum habe ich mich denn überhaupt dazu entschlossen, dieses Thema heute anzusprechen, vielmehr darüber zu schreiben? Es geht um Sex. Daher.
Damals hieß es noch Erotik, aber heutzutage nennt man es wohl Spice. Kann man so machen. Manchmal komme ich nicht mehr der Mode hinterher. Es gab früher nur einzelne Genres. Doch nun gib es Sub-Genres, Tropes, Trigger und wahrscheinlich noch mehr. Eben diese Kategorien, wo mein Hirn bald nicht mehr mitkommt. Aber gut. Ich fange mal an von den Lichtkriegern zu erzählen.
Lange Zeit habe ich Vampire und Werwölfe geliebt. Nicht physisch, sondern in Filmen und Serien. Regelrecht habe ich diese als Teenager und auch danach noch verschlungen. Eben alles was gruselig war. Und natürlich auch die ganzen Horrorfilme aus den 50er, 60er oder 70er Jahren. Es gab da so einige Schauspieler, die es mir angetan hatten. Ich nenne jetzt keine Namen, da ich bewusst darauf verzichte, aber wohl jeder kennt die damaligen Gentleman of horror. Sie waren sehr sympathische Männer, hatten Charisma und spielten hervorragend auf der Leinwand. Ich mochte sie total gerne und schrieb ab diesem Zeitpunkt am liebsten in dem Genre Horror. Es gab einige Kurzgeschichten und ein paar Romane, wobei ich da auch immer Romantik und Freundschaft hineingepackt habe.
Doch mal ehrlich, ich dachte bei diesen Horrorgestalten niemals an Sex. Das war für mich nicht vorstellbar. Natürlich sah ich den dominanten Vampir im Film, wie er einfach eine Frau anschauen brauchte und die sich förmlich die Kette mit dem Kreuz vom Hals gerissen hat und seinen Biss sehnsüchtig erwartete. Das war vielleicht nur eine Anspielung auf Erotik, aber ich hätte es wahrscheinlich auch gemacht. Es steckte keine Liebe dahinter, sondern Macht. Eigentlich waren die Vampirfilme damals schon Dark Romance. Anders kann ich es nicht ausdrücken. Aber ab diesem Zeitpunkt strahlten die Vampire für mich immer Macht und Stärke aus. Dominanz und Sexappeal. Und dann kamen diese anderen Vampire auf die Leinwand. Glitzerelfen nenne ich sie. Ich habe diese Filme boykottiert. Das hatte für mich nichts mehr mit den Vampiren zu tun, die ich liebte und vergötterte. Zum Glück fand ich Vampirbücher, in denen Vampire gefürchtet waren, allerdings zu ihren Frauen immer zuvorkommend und leidenschaftlich. Es wollte sich niemand mit solch einem Prachtexemplar anlegen. Die Bücher waren erotisch und ich habe sie verschlungen. Ja, so machten mir die Blutssauger Spaß.
Komme ich nun zu den Lichtkriegern. Aufgrund einer Schlüsselszene aus einem meiner Träume, habe ich aus einigen Lichtkriegern im Laufe der Story Vampire gemacht. Vorher waren sie also Schwertkämpfer, Krieger und gute Freunde. Später wurden einige von ihnen zu Vampiren, andere zu Werwölfen und bekriegten sich aufgrund ihrer Amnesie an das frühere Leben.
Die Werwölfe habe ich nie in ihrer Wolfgestalt Leidenschaft ausleben lassen. Sie waren zwar Herr ihrer Sinne, allerdings waren sie schon in meinen Büchern als normale Männer sehr animalisch. Da musste ich sie nicht auch noch verwandelt in erotische Szenen packen. Obwohl, wenn ich so darüber nachdenke, wäre es mal etwas anderes.
Meine Lichtkrieger-Vampire waren eine gute Mischung aus liebevollem Freund, attraktiver Zeitgenosse, emotionaler sowie sentimentaler Blutsauger und Liebhaber. Ich gab nur einen Vampir die Fähigkeit, die Hirne der Menschen zu manipulieren. Aber das lag an seinen Fähigkeiten, die ihm schon als Lichtkrieger verliehen worden sind.
Ich weiß nicht, wie weit ich in diesem Blog die erotischen Szenen beschreiben kann, ohne gegen irgendwelche Richtlinien oder Jugendschutz zu verstoßen, daher versuche ich es anders zu beschreiben.
Die Wortwahl von mir, bei den speziellen Szenen, ist eventuell für einige langweilig oder zu oft Wörter wiederholt, obwohl man bestimmte Teile des Körpers auch anders bezeichnen kann. Doch meiner Meinung nach sollte Erotik oder Spice in Romanen vorkommen, aber eben nicht so ausgeschmückt und vulgär. Es ist ja kein Porno oder Schmutzlektüre. Daher benutze ich gerne das Wort „Schwanz“. Ich finde es zeitgemäß, kommt lockerer über die Lippen als andere Bezeichnungen, ich kann es benutzen ohne Schamesröte zu bekommen, und es ist ein Wort, was viele heutzutage dafür gerne gebrauchen. So richtig ins Detail gehe ich auch nicht in meiner Beschreibung einer Szene. Das richtige Mittelmaß zu finden, dass ich es selbst so lesen wollen würde, fiel mir nicht schwer. Aber es gibt immer Leute, denen es zu viel oder zu wenig ist. Für mich ist es gerade gut so.
Bereits als Teenager fragte ich mich, ob dieser Biss eines Vampires erotisch ist, wenn so viele Frauen diesem entgegenfiebern. Das werde ich wohl nie erfahren, es sei denn, dass es Blutsauger tatsächlich gibt und sie mich eines Tages treffen. Dann aber bitte so unglaublich sexy Vampirmänner, die es nach meinem Blut dürstet. Wenn ich schon mein Blut spenden will, dann möchte ich auch was fürs Auge haben. Scherz beiseite, aber daher machte ich mir Gedanken, wie es sein könnte, dass Vampire einen nicht direkt damit töten, sondern nur eine Kostprobe bekommen. Früher in den Filmen wurden die Frauen dreimal gebissen, bevor sie dann an Blutarmut gestorben sind und in der übernächsten Nacht selbst zum Vampir wurden. Doch ich versuche sogar Fantasy realistisch zu schreiben. Daher brauchen meine Vampire das Blut zum Überleben, können aber auch andere Nahrung zu sich nehmen. Und außerdem nehmen sie sich nur so viel, wie sie zunächst brauchen, aber die Menschen nicht umbringt. Übrig bliebe nur ein Knutschfleck, da der Speichel der Vampire für eine schnelle Gerinnung sorgt und daher Wunden sofort verschlossen werden. So könnten die Blutsauger unter uns leben und wir wüssten es nicht einmal, da es keine Leichen mehr gibt, die auf Vampirismus hindeuten. Daher gehört der Biss in meinen Romanen über die Lichtkrieger mit zum Liebesspiel. In meinem anderen Roman „Omen der Vampire“ wird die Protagonistin nicht gebissen, da es sie tatsächlich getötet und zur Vampirin gemacht hätte. Demnach hielt sich der Vampir zurück. Aber das Buch war stark an die alten Filme angelehnt.
Ich wollte doch eigentlich aus dem Privatleben der Lichtkrieger und deren Leidenschaft berichten und stattdessen liefere ich hier eine Erklärung nach der anderen. Entschuldigung!
Meine Lichtkrieger-Vampire sind wie bereits erwähnt sexy, gutaussehend, romantisch, emotional, witzig, sentimental und stehen manchmal sogar auf harten Sex. Ich sage es mal so, dass es von fünf Vampiren nur zwei gibt, die eine Affaire ohne Liebe haben. Sie fallen nur zu gerne übereinander her und er ist ihr gegenüber dominant. Es ist das, was sie liebt. Da sie eigentlich eine Killerin unter den Vampiren ist, vertraut sie niemandem. Sie ist nach außen hin hart, kalt und aggressiv. Dabei möchte sie nur beim Sex die Unterwürfige spielen. Sich einfach fallenlassen. Daher vertraut sie nur diesem einen Vampir, der ihr genau das gibt, was sie braucht. Er hingegen ist nur beim Sex dominant, da es ohne Liebe stattfindet. Ansonsten ist er eher sentimental, meistens traurig und einsam. Diese beiden Vampire sind daher eine Sexbeziehung eingegangen, in der sie sich gegenseitig brauchen. In der Sache ergänzen sie sich prima.
Eine andere Vampirin ist Autorin und liebt es über Erotik zu schreiben. Sie hat den Wunsch, dass sie auch mit mehreren Männern ins Bett wollen würde. Sie ist da wirklich sehr kreativ.
Bei den Werwölfen sieht es ähnlich aus. Einige sind zärtlich, andere stehen auf schnelle Nummern, wieder andere mögen es hart und probieren sogar BDSM.
Meine Meinung ist, dass Werwölfe zwar irgendwie heiß sind, allerdings beim Sex wie alle Männer sind. Nur dass sie vielleicht ein wenig mehr Kraft und Ausdauer haben. Liegt an dem besonderen Blut und den Muskeln. Nur die Vampire machen durch einen leidenschaftlichen Biss einen Unterschied in Liebesnächten. Ansonsten stecken in ihnen ganz normale Personen mit ihren Problemen, die jeder kennt. Na gut. Sie dürfen nicht in die Sonne und haben im Sommer den Winterblues, wenn sie zu der langen Tageszeit nicht vor die Türe können und daher öfter den Lieferdienst bestellen müssen.
Fazit: Nackt sehen Vampire wie normale Menschen aus und alles funktioniert so, wie es sein soll.